Geschichte der Porzellanherstellung

- Im Jahre 62O wurde im Kaiserreich China bereits Porzellan hergestellt. Herstellungsverfahren und Materialien wurden lange Zeit geheim gehalten. Im Italien des 15. Jahrhunderts nannte man die aus China bekannte fein weiße Keramik "Porzellan", weil man annahm, sie bestehe aus der Substanz einer weiß glänzenden Muschelschale namens "Porcellana".

- 17O9 Die Erfindung des Porzellans durch Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus war für Europa von großer Bedeutung.

- 171O Gründung der ersten europäischen Porzellanmanufaktur auf der Albrechtsburg in Meißen. Böttger verwandte zu seinem Porzellan nur weiß brennende Rohstoffe, z. B. die Auer Erde – ein Kaolin, der bei Schneeberg gewonnen und damals als Haarpuder verwendet wurde.

Das Meißner Porzellan aus der Porzellanmanufaktur Meißen ist noch heute berühmt, alle Porzellane aus dieser Produktion tragen bereits seit 1722 das Markenzeichen die "Gekreuzten Schwerter".

- 1757 entwickelte Georg Heinrich Macheleid aus Cursdorf in Thüringen ein Verfahren nach dem aus einem Thüringer Feldspatsand ähnlichen Vorkommen, durch Dekantieren und Schlämmen eine Masse gewonnen wurde, die sich zur Herstellung von Porzellan eignete.

- 1762 hat die Erfindung Macheleids zur Gründung der "Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur" geführt. Die Manufaktur produziert noch heute Porzellan.

Da die Porzellanherstellung ein einträgliches Geschäft war, entstanden im
18. Jahrhundert viele Porzellanmanufakturen.

Im 19. Jahrhundert, mit der Entwicklung der Technik und analytischen Betrachtungen des Herstellungsprozesses ( z.B. durch Seger ), entstanden weitere Porzellanfabriken und die Porzellanindustrie erlebte nochmals einen Aufschwung. Die Hauptzentren der Porzellanherstellung waren in Thüringen und Bayern.